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Deutliche Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr 1999

Ausgezeichnete Performance des Nichtlebensgeschäfts
Turnaround in Grossbritannien
Erfolgreicher Start der Zurich Invest Bank in der Schweiz
Strategischer Ausbau von e-business

Zürich, 6. September 1999. - Die Zurich Financial Services Group erzielte in den ersten sechs Monaten 1999 ein erfreuliches Gesamtergebnis. Der konsolidierte Gewinn erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,2% auf USD 1,69 Milliarden. Der Gewinn je Aktie beträgt für die Zurich Allied 28,96 Franken und für die Allied Zurich 28,4 Pence, basierend auf den entsprechenden Beteiligungsverhältnissen der beiden Holdinggesellschaften der Zurich Financial Services von 57%, respektive 43%. Die im Anschluss an die vor einem Jahr vollzogene Fusion in die Wege geleiteten Integrationsmassnahmen wirken sich zunehmend positiv auf das Resultat aus. Unter dem Vorbehalt ausserordentlicher Ereignisse, erwartet die Gruppe daher erneut ein sehr gutes operatives Jahresergebnis 1999.

Zum Ergebnis im ersten Halbjahr 1999 haben in erster Linie das Nichtlebensgeschäft und die Lebensversicherung beigetragen. Die Bruttoprämien, einschliesslich der Beiträge mit Anlagecharakter und der Prämien der Farmers Insurance Exchanges, erhöhten sich um 3,7% auf USD 24,0 Milliarden. In Lokalwährungen belief sich das Prämienwachstum auf 4,0%.

Der Gesamtbetrag der verwalteten Vermögen stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,2% und seit Ende 1998 um 2,1% auf USD 423 Milliarden. Die für Dritte verwalteten Vermögen erhöhten sich im ersten Halbjahr um 6,2% auf USD 257 Milliarden.

Geschäftsverlauf nach Kerngeschäften

Der Beitrag der Kerngeschäfte an das gesamte Bruttoprämienvolumen von USD 24,0 Milliarden hat sich im Verhältnis zum Vorjahr nur unwesentlich verändert, mit Anteilen von 59,2% für das Nichtlebensgeschäft, 31,3% für die Lebensversicherung und 9,5% für die Rückversicherung.

In einem kompetitiven Umfeld erzielte die Gruppe im Nichtlebensgeschäft eine sehr starke Zunahme des Ergebnisses um 27,9% auf USD 1,57 Milliarden. Der Schadensatz konnte im ersten Halbjahr deutlich um 2,8 Prozentpunkte gesenkt werden. In Kombination mit einem tieferen Kostensatz führte dies zu einer Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses. Einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtergebnis leistete die Farmers Group. Einschliesslich des von Farmers betreuten Nichtlebensgeschäfts konnte auch das Prämienvolumen der Gruppe deutlich um 5,9% gesteigert werden. In Grossbritannien war als Folge der Restrukturierung des Geschäfts, verbunden mit einer restriktiveren Zeichnungspolitik, ein Prämienrückgang zu verzeichnen. Eine Reihe konkreter Massnahmen führte zu einer Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses und ermöglichte gleichzeitig eine Rückkehr des britischen Nichtlebensgeschäfts in die Gewinnzone.

In der Lebensversicherung konnte das Resultat nochmals gesteigert werden. Mit einem Zuwachs von 9,9% erzielte die Lebensversicherung im ersten Halbjahr ein Ergebnis vor Steuern von USD 747 Millionen. Dies entspricht einem Beitrag an das Gesamtergebnis von 29%. Das Wachstum des Geschäftsvolumens wurde beeinträchtigt durch einen Rückgang des Einmalprämiengeschäfts in der Schweiz, das im Vorjahr - vor Einführung der Stempelsteuer - eine ausserordentliche Zunahme verzeichnet hatte. Dieser Rückgang konnte auf Gruppenebene durch eine Steigerung bei den Beiträgen mit Anlagecharakter wettgemacht werden. Zum guten Gesamtergebnis haben auch die insgesamt um 3,5% höheren Anlageerträge beigetragen.

In der Rückversicherung nahm das Bruttoprämienvolumen um 6,2% auf USD 2,81 Milliarden zu. Das Ergebnis vor Steuern bewegte sich, wenn man den Einfluss aus dem Verkauf der Eagle Star Re im ersten Quartal 1999 vernachlässigt, auf Vorjahresniveau. Der Beitrag der Rückversicherung an das Gesamtergebnis beträgt 6%.

In der Fonds- und Vermögensverwaltung erzielte die Gruppe ein Ergebnis vor Abschreibungen auf immateriellen Aktiven von USD 121 Millionen, eine leichte Erhöhung gegenüber dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Scudder Kemper Investments, der globale Vermögensverwalter der Gruppe, erhöhte die Betriebsmarge und verzeichnete insgesamt gute Fortschritte, vor allem im Geschäft mit institutionellen Anlegern. Insgesamt investierte die Gruppe wiederum erhebliche Mittel in den Ausbau der Vermögensverwaltung, insbesondere auch in europäischen und lateinamerikanischen Geschäftsstellen. In der Schweiz nahm am 17. Mai 1999 die Zurich Invest Bank ihre Aktivitäten auf und konnte seither mehr als 12’000 Kundenkonti eröffnen.

Ausbau von e-business für das nächste Jahrtausend

Die Zurich Financial Services Group baut ihre Aktivitäten und Fähigkeiten im e-business-Bereich in erheblichem Masse aus. Basierend auf dem hohen Standard zahlreicher Geschäftseinheiten, in denen die Kunden ihre Versicherungs- und Anlagetransaktionen bereits heute über elektronische Kommunikationkanäle tätigen, will die Gruppe die Internet-Technologie über die Funktion als Dialog- und Distributionsmittel hinaus entwickeln. Zurich Financial Services hat damit begonnen, eine umfassende integrierte e-business-Plattform zu schaffen. Damit soll den Geschäftseinheiten ein effizientes Instrumentarium zur Verfügung gestellt werden, das es ihnen ermöglicht, sowohl auf der Ebene der Vertriebskanäle wie auch bei der Überbrückung der Schnittstellen der Kerngeschäfte und bei der Lösungsorientierung noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden und die Anliegen der Kundenberater eingehen zu können. Die e-business-Entwicklung versteht sich als Ergänzung zu den bestehenden Strategien der verschiedenen Geschäftseinheiten im e-commerce-Bereich.

Für die Implementierung des e-business-Geschäfts hat sich Zurich Financial Services entschlossen, mit IBM Corporation und ChannelPoint, Inc. zusammenzuarbeiten. Ausschlaggebend waren dabei die spezifischen Kenntnisse der beiden Gesellschaften im electronic business. IBM ist weltweit anerkannt für ihre Marktführerschaft in der Konzeption, in der Entwicklung und im Betrieb von Infrastrukturen für die elektronisch unterstützte Geschäftstätigkeit. IBM wird vor allem die nahtlose weltweite Integration unterstützen. ChannelPoint, ein führender Anbieter von e-commerce-Applikationen im Finanzdienstleistungssektor, wird im Aufbau und der Implementierung des e-commerce Hub" massgeblich mitwirken. Dieser wird Kunden und Vermittlern den Zugriff auf die weltweit bestehenden Angebotspaletten der Zurich Financial Services Group und - in ausgewählten Segmenten - auf Produkteangebote Dritter ermöglichen.