·Gewinnanstieg von USD 6 Mio. auf USD 114 Mio.
·Prämienzuwachs im Nichtlebengeschäft um 32% auf USD 9,8 Mrd. gegenüber dem ersten Quartal 2002 und Verbesserung des Schaden-Kosten-Satzes um 5,9 Prozentpunkte auf 98,2%
·Prämienwachstum im Lebengeschäft und bei den Beiträgen mit Anlagecharakter um 17% auf USD 5,6 Mrd. sowie Anstieg der Prämien aus Neugeschäft auf USD 503 Mio. im Wesentlichen auf Grund von Akquisitionen und Wechselkurseinflüssen
·Zunahme des Business Operating Profits von USD 391 Mio. auf USD 785 Mio.
·Abnahme des Eigenkapitals von USD 16,8 Mrd. per 31. Dezember 2002 auf USD 16,4 Mrd. per 31. März 2003 als Folge von schwächeren Aktienmärkten
·Herausforderungen im Lebengeschäft und im Segment Übrige Geschäftsbereiche
Zürich, 22. Mai 2003 – Zurich Financial Services hat für das erste Quartal 2003 einen Gewinn von USD 114 Mio. ausgewiesen, obwohl starker Gegenwind an den Finanzmärkten, charakterisiert durch niedrige Zinsen und drei aufeinanderfolgende Jahre mit nachgebenden Aktienmärkten, zu Wertminderungen im Anlagenportfolio von USD 927 Mio. führte. Der in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelte Quartalsgewinn hatte im ersten Quartal des Vorjahres USD 6 Mio. betragen. Der Business Operating Profit, den die Zurich, wie im Geschäftsbericht 2002 dargelegt, als internes Mass zur Leistungsbewertung verwendet, verdoppelte sich auf USD 785 Mio. Diese Ergebnisse beruhen vor allem auf dem Prämienzuwachs im Nichtlebengeschäft von 32% (21% in Lokalwährung) auf USD 9,8 Mrd.
James J. Schiro, Chief Executive Officer von Zurich Financial Services, sagte: Wir haben ein grosses Erbe angetreten, stehen aber auch vor erheblichen Herausforderungen. Ich begrüsse das Ergebnis des ersten Quartals, weil es zeigt, dass unser Restrukturierungsprogramm Fortschritte gemacht hat. Wir werden uns auch weiterhin den Herausforderungen stellen."
Im ersten Quartal 2003 verzeichnete die Zurich Bruttoprämien, Policengebühren und Beiträge mit Anlagecharakter von USD 15,5 Mrd., was einem Anstieg von 23% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres entspricht. Einschliesslich der Prämien der Farmers P&C Group Companies, welche die Zurich nicht besitzt, für die sie aber Managementdienstleistungen erbringt, erhöhten sich die Bruttoprämien, Policengebühren und Beiträge mit Anlagecharakter im ersten Quartal 2003 um 18% auf USD 18,4 Mrd. Im Nichtlebenbereich nahmen die Bruttoprämien und Policengebühren um 32% auf USD 9,8 Mrd. zu, während der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) sich um 5,9 Prozentpunkte auf 98,2% verbesserte. Das Lebengeschäft verzeichnete im ersten Quartal 2003 einen Zuwachs der Bruttoprämien, Policengebühren und Beiträge mit Anlagecharakter um 17% auf USD 5,6 Mrd. und eine Verbesserung der Gewinnmarge des Neugeschäfts um 0,8 Prozentpunkte auf 6,3%. Der Geschäftsbereich Farmers Management Services erzielte einen Zuwachs bei den Managementgebühren und damit verbundenen Erträgen von 7% auf USD 468 Mio. sowie einen Anstieg der Betriebsmarge.
Die Anlageerträge der Zurich (Kapitalerträge, realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste auf Kapitalanlagen und Wertminderungen) litten unter den anhaltend schwachen Finanzmärkten im ersten Quartal 2003. Die Nettokapitalerträge sowie die realisierten und nicht realisierten Gewinne auf Kapitalanlagen gaben in diesem Zeitraum um USD 810 Mio. oder 63% (57% in Lokalwährung) auf USD 467 Mio. nach. Die Kapitalerträge stiegen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 14% auf USD 1,7 Mrd. Diese Entwicklung beruht primär auf der Übernahme der Versicherungsaktivitäten der Deutschen Bank in Kontinentaleuropa und auf den infolge des Prämienzuwachses erhöhten Kapitalanlagen, vor allem in verzinslichen Wertpapieren, und wurde teilweise durch geringere Renditen im ersten Quartal 2003 geschmälert. Die realisierten und nicht realisierten Verluste auf Kapitalanlagen stiegen gegenüber dem ersten Quartal 2002 von USD 258 Mio. auf USD 1,3 Mrd. In den realisierten Verlusten auf Kapitalanlagen des laufenden Jahres ist eine Wertminderung von USD 927 Mio. eingeschlossen, die in der Vergleichsperiode des Vorjahres lediglich USD 56 Mio. betrug. Ein Teil dieser Verluste und Wertminderungen ging zulasten der Versicherten im Lebengeschäft. Die Gruppe konnte die Wertminderungen zum Teil auch durch realisierte Gewinne auf Kapitalanlagen bei gewissen festverzinslichen Positionen des Portfolios ausgleichen.
Die Resultatverbesserung in den Kerngeschäften führte im ersten Quartal 2003 zu einer Zunahme des Business Operating Profit um 101% von USD 391 Mio. auf USD 785 Mio. In den ersten Quartalen der Jahre 2002 und 2003 wurden keine Sonderrückstellungen vorgenommen.
Entwicklung nach Geschäftssegmenten
Nichtleben
Das Nichtlebengeschäft verzeichnete im ersten Quartal 2003 Bruttoprämien und Policengebühren von USD 9,8 Mrd., was einem Anstieg von 32% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres entspricht. In Lokalwährung fiel das Wachstum mit 21% tiefer aus. Dies widerspiegelt die starke Aufwertung des Britischen Pfunds, des Euros und des Schweizer Frankens gegenüber unserer Rechnungswährung US-Dollar. Das in allen Regionen erzielte Prämienwachstum wurde vor allem von den im Vergleich zum Vorjahr höheren Preisen in den Schlüsselmärkten getragen. Generell konnten die Preise im Unternehmensgeschäft stärker erhöht werden als im Privatkundengeschäft. Die verdienten Prämien nahmen um USD 1,4 Mrd. oder 31% auf USD 5,9 Mrd. zu, da die Preiserhöhungen aus den im Jahr 2002 abgeschlossenen Versicherungsgeschäften als Einkommen verbucht werden. Der Gesamtaufwand für Schäden und Versicherungsleistungen stieg im ersten Quartal 2003 um 24% auf USD 4,4 Mrd. Dies ist vor allem dem höheren Prämienvolumen und dem schwächeren US-Dollar zuzuschreiben. Im ersten Quartal 2003 verbesserte sich der Schaden-Kosten-Satz um 5,9 Punkte von 104,1% in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf 98,2%. Diese Verbesserung beruht zur Hauptsache auf dem disziplinierten Vorgehen in der Preisgestaltung (Tarifierung) und im Underwriting, verbunden mit einer kontinuierlichen Verbesserung in der Schadenbearbeitung. Gegenüber dem ersten Quartal 2002 erhöhte sich der Business Operating Profit um 241% auf USD 536 Mio.
Leben
Das Lebengeschäft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr per 31. März 2003 eine Zunahme der Bruttoprämien, Policengebühren und Beiträge mit Anlagecharakter von 17% auf USD 5,6 Mrd. In Lokalwährung fiel das Wachstum mit 2% tiefer aus. Die Bruttoprämien und Policengebühren nahmen im ersten Quartal 2003 um 45% auf USD 3,6 Mrd. zu, während die Beiträge mit Anlagecharakter, die nicht als Ertrag verbucht werden, um 13% auf USD 2,0 Mrd. sanken. Durch die Übernahme des Lebensversicherungsgeschäftes der Deutschen Bank kamen weitere Bruttoprämien und Policengebühren von USD 593 Mio. sowie Beiträge mit Anlagecharakter von USD 163 Mio. hinzu. Der Gesamtaufwand für Schäden und Versicherungsleistungen stieg im ersten Quartal 2003 um USD 1,1 Mrd. auf USD 3,3 Mrd. Dies geht vor allem auf die Akquisition der Lebensversicherungsaktivitäten der Deutschen Bank und den schwächeren US-Dollar zurück. Trotz der zusätzlichen Amortisation von aktivierten Abschlusskosten aufgrund schwächerer Aktienpreise erhöhte sich der Business Operating Profit des Lebengeschäfts im ersten Quartal 2003 auf USD 256 Mio., gegenüber USD 206 Mio. in derselben Vorjahresperiode. Der Gewinn im Lebengeschäft schlug jedoch von USD 116 Mio. im ersten Quartal 2002 in einen Verlust von USD 24 Mio. im Jahr 2003 um, und zwar vor allem aufgrund von Wertminderungskosten auf Vermögensanlagen. Die Bruttoprämien aus dem Neugeschäft – berechnet auf der Grundlage des Jahresprämienäquivalents (APE) (neue Jahresprämien plus 10% der eingenommenen Einmalprämien) – stiegen gegenüber dem ersten Quartal 2002 in Lokalwährung um 16% auf USD 503 Mio. Diese Zunahme ist wiederum in erster Linie auf die Übernahme des ehemaligen Versicherungsgeschäfts der Deutschen Bank zurückzuführen. Dadurch kamen APE in Höhe von USD 83 Mio. zu den im ersten Quartal 2003 erwirtschafteten Prämien hinzu. Der Gewinn aus Neugeschäft, nach Steuern, betrug im ersten Quartal des laufenden Jahres USD 32 Mio. Dies stellt eine Zunahme von 38% in Lokalwährung in der Berichtsperiode dar und entspricht einer Erhöhung der Gewinnmarge des Neugeschäfts von 5,5% auf 6,3%, bedingt durch Verbesserungen in den Regionen Nordamerika und Kontinentaleuropa.
Farmers Management Services
Der Geschäftsbereich Farmers Management Services erzielte einen Zuwachs bei den Managementgebühren und damit verbundenen Erträgen um 7% von USD 436 Mio. auf USD 468 Mio. Diese Zunahme beruht auf dem höheren Prämienvolumen bei den Farmers P&C Group Companies, welche die Zurich nicht besitzt, für die sie aber Managementdienstleistungen erbringt. Im ersten Quartal 2003 beliefen sich diese Prämien auf USD 3,4 Mrd. (USD 3,3 Mrd. in der Vergleichsperiode 2002). Dieser Prämienzuwachs ist hauptsächlich den 2002 vorgenommenen Prämienerhöhungen zuzuschreiben. Infolge der höheren Managementgebühren und damit verbundenen Erträge sowie der verbesserten Betriebseffizienz verzeichnete der Geschäftsbereich Farmers Management Services im ersten Quartal 2003 einen Anstieg der Betriebsmarge auf 56,3%. Der Business Operating Profit stieg in diesem Zeitraum um 16% oder USD 35 Mio. auf USD 260 Mio.
Übrige Geschäftsbereiche
Das Segment Übrige Geschäftsbereiche, das die vormals separaten Bereiche Vermögensverwaltung, Centre, Capital Markets & Banking sowie die nicht weitergeführte Rückversicherung umfasst, verzeichnete im ersten Quartal 2003 einen Verlust von USD 41 Mio. (verglichen mit einem Gewinn von USD 8 Mio. im Vorjahr). Im Segment Übrige Geschäftsbereiche wuchs der Negativbetrag des Business Operating Profit von USD 3 Mio. auf USD 103 Mio. im ersten Quartal 2003. Dieser Rückgang wurde hauptsächlich durch höhere Verluste bei Centre Group verursacht, die zum Teil durch geringere Verluste im ehemaligen Vermögensverwaltungsgeschäft ausgeglichen wurden. Die Bereiche nicht weitergeführte Rückversicherung und Capital Markets & Banking verzeichneten leichte Gewinnabnahmen. Der Gewinnrückgang bei Centre Group ist grösstenteils auf das geringere Prämienvolumen zurückzuführen, weil die Gesellschaft keine Credit Enhancement- und Life Settlement-Geschäfte mehr abschliesst und sie in diesen Bereichen gleichzeitig höhere Verluste hinnehmen musste. Der geringere Verlust im ehemaligen Vermögensverwaltungsgeschäft ist Zurich Scudder Investments zuzuschreiben, die bis zur Veräusserung im zweiten Quartal 2002 Verluste verursacht hatte.
Veräusserungen und Neuausrichtung von Nicht-Kernbereichen
Die Zurich hat die Veräusserung und Neupositionierung von Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, im ersten Quartal 2003 fortgesetzt. Am 31. März 2003 wurde der Verkauf von Rüd, Blass & Cie AG an die Deutsche Bank abgeschlossen. Im März gab die Zurich ausserdem bekannt, dass sie die Vermögensverwaltungsaktivitäten in Indien an die Housing Development Finance Corporation verkaufen und das Versicherungsgeschäft in den baltischen Staaten aufgeben werde, dies durch Portfolioverkäufe oder Sistieren der Aktivitäten. Des Weiteren wurde im April angekündigt, die Optionen im Hinblick auf Geschäftsinteressen in Sri Lanka zu überprüfen. Im Mai gab die Zurich die Übertragung des Anlagefonds-Portfolios ihrer Tochtergesellschaft Zurich Securities Investment Trust Company Ltd. in Taiwan an Taiwan Life Securities Investment Trust Co. Ltd. bekannt. Schliesslich hat die Gruppe im Mai eine Vereinbarung über den Verkauf aller Geschäfte der Zurich in den Niederlanden im Bereich Leben sowie das Segment Privatkunden und Kleinunternehmen im Bereich Nicht-Leben an SNS Reaal unterzeichnet.
Bilanz und Eigenkapital
Das Total der Aktiven betrug am 31. März 2003 USD 290,9 Mrd., was einer Zunahme von 2% gegenüber USD 285,9 Mrd. per 31. Dezember 2002 entspricht. Dieser Anstieg beruht hauptsächlich auf der Anlage von Prämienbeiträgen und auf Wechselkurseinflüssen, ausgeglichen zum Teil durch den Einfluss schwächerer Aktienmärkte. Nahezu alle neuen Vermögensanlagen erfolgten in festverzinslichen Wertpapieren. Per 31. März 2003 reduzierte die Gruppe den Anteil der Aktien, für die sie ein Anlagerisiko trägt, von 8,3% per 31. Dezember 2002 auf 6,1% des gesamten Anlageportfolios.
Die versicherungstechnischen Rückstellungen nach Abzug der an die Rückversicherer abgetretenen Beträge beliefen sich am 31. März 2003 auf USD 139,5 Mrd. Am 31. Dezember 2002 betrugen sie USD 133,8 Mrd. Der Anstieg von 4% beruht zu einem grossen Teil auf dem seit 31. Dezember 2002 realisierten Prämienwachstum, das die Rückstellungen für unverdiente Prämien um 15% steigen liess.
Das Eigenkapital belief sich per 31. März 2003 auf rund USD 16,4 Mrd., gegenüber USD 16,8 Mrd. am 31. Dezember 2002. Diese Entwicklung beruht hauptsächlich auf den höheren nicht realisierten Verlusten auf jederzeit verkäuflichen Wertpapieren, die durch positive Währungsumrechnungsdifferenzen infolge des gegenüber dem Euro und dem Schweizer Franken schwächeren US-Dollars nur teilweise ausgeglichen wurden.
Hinweise für die Redaktion:
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