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Zurich legt ein solides operatives Ergebnis für das erste Quartal vor

Zürich, 7. Mai 2009 – Trotz der Auswirkungen eines höchst heraus­fordernden Wirtschaftsumfeldes sowie der weiteren Talfahrt an den  Finanzmärkten im ersten Quartal, hat die Zurich Financial Services Group (Zurich) heute erneut ein solides operatives Ergebnis für die ersten drei Monate 2009 bekannt gegeben. Dabei zeigt sich eine kontinuierliche Verbesserung gegenüber den Quartalsergebnissen im dritten und vierten Quartal 2008. Zurichs Leistungsausweis spiegelt sowohl das ungebrochen disziplinierte Finanzgebaren und Underwriting der Gruppe als auch deren fortgesetzte Fokussierung auf operative Effizienz, robustes Risikomanagement und ihr breit diversifiziertes Geschäftsportfolio.

„Wir vermochten uns seit dem Beginn der Finanzkrise von Quartal zu Quartal kontinuierlich zu steigern und haben weiterhin volles Vertrauen in unsere Strategie trotz der anhaltenden Verwerfungen an den Finanzmärkten“, kommentierte Zurichs Chief Executive Officer James J. Schiro. „Obwohl wir weiterhin davon ausgehen, dass 2009 ein Jahr der Herausforderungen sein wird, macht es mich besonders stolz, dass wir im ersten Quartal unsere hohe Solvabilität beibehalten und das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital steigern konnten. Gleichzeitig nutzten wir sich uns bietende Marktchancen gewinnbringend.“

Zu den wichtigsten Leistungswerten1 in den ersten drei Monaten gehören:

  • Business Operating Profit (BOP) von USD 1,1 Mrd., ein Rückgang um 40%. Annualisierte operative Eigenkapitalrendite (BOP ROE)2 nach Steuern von 14,8%
  • Reingewinn3 von USD 362 Mio., ein Rückgang von 75%. Annualisierte Eigenkapitalrendite (ROE) von 6,6%
  • Bruttoprämien und Policengebühren im Schadenversicherungsgeschäft in Höhe von USD 9,8 Mrd., ein Rückgang von 12% bzw. 3% in Lokalwährungen, sowie ein Schaden-Kosten-Satz von 95,8%
  • Rückgang beim Wert des Neugeschäfts4 nach Steuern im Segment Global Life von 7% auf USD 149 Mio., mit einer Gewinnmarge aus Neugeschäft nach Steuern von 20,6% (in % des APE). Jahresprämienäquivalent (APE) im Wesentlichen unverändert, aber mit einem Anstieg in Lokalwährungen um 16%
  • Anstieg der Managementgebühren und der damit verbundenen Erträge von Farmers Management Services um 6% auf USD 623 Mio.
  • Den Aktionären zurechenbares Eigenkapital von USD 22,3 Mrd., ein Zuwachs von 1% verglichen mit dem Vorjahresende

 

Auch in dieser Berichtsperiode nutzte die Gruppe gewinnbringende Marktchancen und profitierte von einer erweiterten Produktpalette und ausge­bauten Vertriebskapazitäten, sei es organisch oder aufgrund der weiterhin erfolgreich verlaufenden Integration von in Europa, in den USA und in Schwellenländern übernommenen Unternehmen. Darüber hinaus erntet Zurich weiterhin die Früchte der laufenden Opti­mierungsmassnahmen, die auf „The Zurich Way“-Initiativen basieren. In diesem Zusammenhang strebt die Gruppe von 2009 bis 2011 jährliche Effizienzsteigerungen von USD 900 Mio. nach Steuern an. Ergänzend peilt sie zudem zusätzliche Kosteneinsparungen von USD 400 Mio. für 2009 an, um die derzeitigen wirtschaftlichen Herausforderungen abzufedern. In beiden Fällen ist das Unternehmen auf gutem Weg, seine Ziele zu erreichen.

General Insurance

In Millionen USD für die per 31. März abgeschlossenen drei Monate 2009 2008 Veränd. in USD Veränd. in LW
General Insurance – Bruttoprämien und Policengebühren 9’814 11’191 -12% -3%
General Insurance – Business Operating Profit 889 1’189 -25% -17%
General Insurance – Schaden-Kosten-Satz (combined ratio) (in %) 95,8% 94,6% (1,2 PP)  

Der Geschäftsverlauf des Segments General Insurance zeugte erneut von dessen Widerstandskraft, die sich über die gesamte Breite des diversifizierten Geschäftsportfolios manifestiert. Die umsichtige Festlegung von Prämiensätzen und ein bewusstes Kostenmanagement ermöglichten es, trotz des andauernd negativen Wirtschaftsumfelds rentabel zu bleiben. Der Business Operating Profit ging um 25% auf USD 0,9 Mrd. zurück. Dies war hauptsächlich auf ein geringeres Ergebnis im Underwriting zurückzuführen, das wiederum die schwierigen Marktbedingungen und die Auswirkungen der Rezession auf das Geschäftsvolumen spiegelte. In ähnlichem Ausmass trugen auch niedrigere Anlageerträge zum geringeren Segment-Ergebnis bei. Der Schaden-Kosten-Satz stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 95,8%. Dieser Entwicklung liegen vorab fortdauernde Investitionen in die Verbesserung betrieblicher Abläufe, Veränderungen in der Geschäftszusammensetzung sowie Integrationskosten für die neu übernommenen Unternehmen in Brasilien und der Türkei zugrunde.

Die Bruttoprämien und Policengebühren gingen um insgesamt 3% in Lokalwährungen (minus 12% in Dollar) zurück angesichts des vor allem in den USA verzeichneten Rückgangs, der das moderate Wachstum in den meisten Geschäftsbereichen überwog.  Niedrigere Volumina waren auf rückläufige Geschäftsaktivitäten von Kunden sowie auf Zurichs fortgesetzte disziplinierte Preisgestaltung zurückzuführen. Diese zeigte sich unter anderem in Preiserhöhungen von mehr als 5 Prozentpunkten bei Vertragserneuerungen in den USA und von 4 Prozentpunkten im Firmenkundengeschäft in Grossbritannien im Vergleich mit dem ersten Quartal 2008.

Höhere Prämiensätze sowie Wachstum in ausgewählten Marktsegmenten ermöglichten es der Geschäftsdivision North America Commercial, die Auswirkungen negativer wirtschaftlicher Faktoren auf das Geschäftsvolumen ein Stück weit abzufedern. Das in Lokalwährungen um 1% gestiegene Prämienvolumen von Europe General Insurance reflektierte die erfolgreiche Integration verschiedener Übernahmen im Laufe des vergangenen Jahres. Das innere Wachstum verlief dagegen aufgrund der schwierigen Marktbedingungen und des äusserst disziplinierten Underwriting seitwärts. Global Corporate konzentrierte sich in Anbetracht des fortgesetzt wettbewerbsintensiven Marktumfelds weiterhin auf Disziplin im Underwriting und in der Preisgestaltung und erzielte so in den meisten grossen Versicherungszweigen in Nordamerika und Europa nicht nur höhere Prämiensätze, sondern steigerte dabei auch insgesamt die Rentabilität. Auch die internationalen Märkte der Gruppe (Lateinamerika, Asien-Pazifik & Naher Osten) verzeichneten eine verbesserte Rentabilität. In Lokalwährungen gerechnet legte das Prämienvolumen in allen Regionen zu, wobei Lateinamerika von der letztjährigen Übernahme in Brasilien besonders profitierte.

Global Life

In Millionen USD für die per 31. März abgeschlossenen drei Monate 2009 2008 Veränd. in USD Veränd. in LW
Global Life – Bruttoprämien, Policengebühren und Beiträge mit Anlagecharakter 5’529 5’397 2% 20%
Global Life – Business Operating Profit 222 340 -35% -25%
Global Life – Brutto-Jahresprämienäquivalent (APE) aus Neugeschäft 721 722 (0,1%) 16%
Global Life – Gewinnmarge aus Neugeschäft, nach Steuern (in % APE) 20,6% 22,2% (1,6 PP)  
Global Life – Wert des Neugeschäfts, nach Steuern 149 160 (7 %) 5%

Das Segment Global Life bot auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres eine solide Leistung, obwohl es in seinen wichtigsten Märkten aufgrund fallender und stark schwankender Aktienmärkte und der Verbraucherreaktionen auf die globale Finanzkrise mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert war. Der Wert des Neugeschäfts nach Steuern ging um 7% auf USD 149 Mio. zurück verglichen mit USD 160 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Lokalwährungen gerechnet stieg dieser jedoch um 5%, hauptsächlich aufgrund der Übernahmen in Spanien und höherer Umsatzvolumina in Grossbritannien und in Lateinamerika. Der Business Operating Profit sank um 35% bzw. 25% in Lokalwährungen auf USD 222 Mio., insbesondere als Folge der fortgesetzten Verwerfungen an den Finanzmärkten und deren Auswirkungen auf die Länderergebnisse in Grossbritannien, Australien und in der Schweiz.

Das Jahresprämienäquivalent (APE) aus Neugeschäft stieg in Lokalwährungen um 16%, blieb jedoch in Dollar umgerechnet im Wesentlichen unverändert. Bemerkenswert ist die im Neugeschäft erzielte Gewinnmarge von 20,6%, die Ausdruck der hohen Qualität des neu gezeichneten Geschäfts ist. Die Zunahme des APE war hauptsächlich bedingt durch die Übernahmen und Bancassurance-Vereinbarungen in Spanien, Zuwachs beim IFA/Maklergeschäft in Grossbritannien sowie Wachstum in den Kundensegmenten Corporate Life and Pensions bei Zurich International Solutions und in Lateinamerika. Bremsend wirkte sich dagegen die im Zuge negativer Marktbedingungen rückläufige Umsatzentwicklung im Geschäft mit internationalen Anlegern und Expatriates (im Ausland lebende Personen) aus.

Farmers5

In Millionen USD für die per 31. März abgeschlossenen drei Monate 2009 2008 Veränd. in USD Veränd. in LW
Farmers Management Services – Managementgebühren und damit verbundene Erträge 623 589 6% 6%
Farmers Re – Bruttoprämien und Policengebühren 1’056 409 nm nm
Farmers – Business Operating Profit 324 331 -2%  
Farmers Management Services – Brutto-Managementergebnis 311 281 11%  
Farmers Management Services – Marge aus den von den Farmers Exchanges verdienten Bruttoprämien 7,5% 7,0% 0,5 PP  

Farmers Management Services (FMS) leitete weiterhin erfolgreich das Geschäft der Farmers Exchanges, des drittgrössten Privatkunden-Versicherers in den USA, den Zurich nicht besitzt, für den sie aber Managementdienstleistungen erbringt. Die Managementgebühren und damit verbundenen Erträge wuchsen um 6% auf USD 623 Mio., primär aufgrund eines 5%igen Wachstums bei den von den Farmers Exchanges verdienten Bruttoprämien, von dem 4 Prozentpunkte auf die im Juni 2008 vorgenommene Übertragung der Geschäftseinheit Small Business Solutions von North America Commercial auf die Farmers Exchanges zurückzuführen waren. Als Folge dieses Übertrags sowie von Kosteneinsparungen verbesserte sich das Brutto-Managementergebnis von FMS um 11%. Dies wiederum führte bei FMS zu einem um 7% höheren Business Operating Profit und einem Anstieg der Marge aus den von den Farmers Exchanges verdienten Bruttoprämien auf 7,5%.

Farmers Re, die den Farmers Exchanges Rückversicherung bietet, konnte das Prämienvolumen im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum aufgrund der bestehenden, per 30. September 2008 von 5% auf 25% erhöhten Rück­versicherungsquote mehr als verdoppeln. Zusammen mit einem signifikanten Anstieg der witterungsbedingten Schadensfälle, die höhere Schadenszahlungen verursachten, fiel der Business Operating Profit von Farmers Re auf USD 2 Mio., was zu einem leichten Rückgang des Business Operating Profit im Farmers-Segment auf insgesamt USD 324 Mio. führte.

Other Businesses

Das Segment Other Operating Businesses, das hauptsächlich die Konzernzentrale sowie die Geschäftsbereiche Holding & Finance sowie Banking umfasst, verzeichnete einen verminderten Business Operating Loss in Höhe von USD 46 Mio., vor allem aufgrund von Gewinnen bei Rückkäufen nachrangiger Anleihen, die unter vorteilhaften Marktbedingungen ausgeführt wurden.

Non-Core Businesses

Das Segment der nicht zum Kerngeschäfte gehörenden Aktivitäten, das weitgehend die nicht weitergeführten Aktivitäten des Konzerns umfasst, erlitt aufgrund von Kursrückgängen an den Aktienmärkten und einer Ausweitung der Kredit-Spreads einen Business Operating Loss von USD 328 Mio.

Kapitalanlagen der Gruppe

In Millionen USD für die per 31. März abgeschlossenen drei Monate 2009 2008 Veränd. in USD Veränd. in LW
Durchschnittliche Kapitalanlagen der Gruppe 176’692 196’165 -10%  
Gesamtergebnis aus Kapitalanlagen der Gruppe, netto 816 2’173 -62%  
Anlagerendite aus Kapitalanlagen der Gruppe (in % des durchschnittlichen Kapitalanlagenbestands) 0,5% 1,1% (0,6 PP)  

Zurichs Gewinn- und Verlustrechnung weist ein Netto-Gesamtergebnis aus Kapitalanlagen der Gruppe einschliesslich Kapitalerträge, realisierter Verluste und Wertminderungen von USD 816 Mio. und damit eine nicht annualisierte Rendite für die ersten drei Monate des Jahres von 0,5% aus. Die realisierten Verluste und Wertminderungen beliefen sich auf USD 1 Mrd., wovon die Hälfte oder USD 500 Mio. auf Wertminderungen – primär bei Aktienpositionen – entfielen. Aktien- und Schuldpapiere zeichneten ferner zu etwa gleichen Teilen für die Höhe der realisierten Verluste, einschliesslich Netto-Neubewertungen für jederzeit als handelbar klassifizierte Wertpapiere, verantwortlich. Der positive Beitrag, den das Investment Management der Gruppe erzielte, belegt erneut die Vorteile eines Asset-Liability-Managements unter Berücksichtigung adäquater Risikoüberlegungen.

Kapitalmanagement

Während des ersten Quartals stieg das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital im Vergleich mit dem Vorjahresende um 1%. Der Reingewinn3 in Höhe von USD 362 Mio. zusammen mit versicherungstechnischen Nettogewinnen bei Pensionsplänen in Höhe von USD 689 Mio. überwog dabei die aufgrund von nicht realisierten Anlageverlusten im Wert von USD 689 Mio. zuzüglich Wechselkursanpassungen bedingt durch Fremdwährungsschwankungen von USD 229 Mio. erfolgte Minderung des den Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals.

Zurichs Eigenkapitalausstattung per 31. März 2009 spiegelt eine gesunde Bilanz und eine hohe Gruppensolvabilität (Solvency I) von 157%. Die erfolgreiche Platzierung von 6,7 Millionen Aktien im Zusammenhang mit der angekündigten Akquisition von AIGs Privatkunden-Autoversicherungsgeschäft in den USA im April wird die statutarische Solvabilitäts-Kennziffer voraussichtlich um weitere rund 3 Prozentpunkte erhöhen. Zurich bleibt zuversichtlich, dass sie nicht nur gut positioniert ist, um die aktuelle Krise an den Finanzmärkten zu meistern, sondern auch um Chancen zu nutzen, die sich sowohl im jetzigen Umfeld als auch nach einer Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfelds bieten.

 

1) Alle Vergleichszahlen beziehen sich auf das erste Quartal 2009, sofern nicht anders angegeben.

2) Die Rendite ist auf der Basis des den Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals ohne Vorzugspapiere berechnet. Für weitere Informationen zum Eigenkapital beachten Sie bitte das Financial Supplement und den Group Financial Review im Investor-Relations-Bereich auf der Zurich-Homepage www.zurich.com.

3) Den Aktionären zurechenbarer Reingewinn.

4) Auf der Basis des European Embedded Value berechnet.

5) Der Unternehmensbereich Farmers beinhaltet neu auch Farmers Re

 

Hinweis an die Redaktionen:

Um 09:30 Uhr MESZ findet heute eine Telefonkonferenz für Analysten und Anleger mit einer anschliessenden Fragerunde statt. Journalisten haben die Möglichkeit, die Konferenz per Telefon mitzuverfolgen. Bitte wählen Sie sich rund 3 bis 5 Minuten vor Konferenzbeginn ein, um sich zu registrieren.

Einwahlnummern:

  • Kontinentaleuropa   +41 (0)91 610 56 00
  • Grossbritannien   +44 (0)207 107 06 11
  • USA   +1 (1) 866 291 41 66

 

Die Präsentation für Analysten und Anleger wird als Audio-Webcast auf unserer Website www.zurich.com live übertragen. Ab 12:00 Uhr MESZ wird eine Wiederholung verfügbar sein.

Zusätzliche Finanzinformationen inklusive Informationen über die Geschäftsbereiche können auf unserer Website www.zurich.com abgerufen werden. Die Präsentation für Analysten und Anleger wird um 9:15 Uhr MESZ veröffentlicht. Bitte klicken Sie auf „Results reporting for the three months 2009 – Media View“ im mittleren unteren Bereich der Homepage.


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Zurich Financial Services Group (Zurich) ist ein im Versicherungsgeschäft verankerter Finanzdienstleister mit einem globalen Netzwerk von Tochtergesellschaften und Filialen in Nordamerika und Europa sowie im asiatisch-pazifischen Raum, in Lateinamerika und weiteren Märkten. Das 1872 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Zürich, Schweiz, beschäftigt rund 60’000 Mitarbeitende, die Dienstleistungen in mehr als 170 Ländern erbringen.

 

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