Wir leben zwar länger, aber nicht gesünder. Es ist Zeit, die Versorgung chronischer Erkrankungen neu zu überdenken
Neue Forschungsergebnisse zeigen eine zunehmende Belastung durch chronische Erkrankungen und fordert mehr Prävention, frühzeitigere Massnahmen und eine über Gesundheitssysteme hinausgehende gemeinsame Verantwortung.
Zurich Insurance Group (Zurich) hat den Bericht «The Value of Chronic Care» veröffentlicht, der analysiert, wie gut die Gesundheitssysteme der 38 OECD-Länder auf die wachsende Belastung durch chronische Erkrankungen reagieren.
Die Studie stellt einen Index vor, der misst, wie gut Gesundheitssysteme darauf vorbereitet sind, die zunehmende Belastung durch chronische Erkrankungen zu bewältigen. Sie weist darauf hin, dass Ergebnisse nicht in erster Linie von den Gesundheitsausgaben der einzelnen Länder bestimmt werden, sondern vielmehr davon abhängen, wie effektiv die Versorgung im Laufe der Zeit organisiert, koordiniert und erbracht wird.
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Menschen leben zwar länger, leiden jedoch oft unter chronischen Erkrankungen, die ihre Gesundheit, ihre Arbeit und ihre Finanzen beeinträchtigen. Gesundheitssysteme müssen sich weiterentwickeln, um eine effektivere Versorgung chronischer Erkrankungen zu gewährleisten. Präventionsmassnahmen, frühzeitiges Eingreifen sowie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor können dazu beitragen, dass Menschen gesund, leistungsfähig und finanziell widerstandsfähiger bleiben.
Alison Martin, CEO Life, Health and Bank Distribution
Chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder psychische Erkrankungen stellen Menschen oft vor langfristige Herausforderungen. Immer mehr Menschen leben über viele Jahre hinweg mit diesen Erkrankungen, und dies kann Gesundheits- und Wirtschaftssysteme ebenso belasten wie die finanzielle Sicherheit Einzelner.
Der Bericht zeigt zugleich, dass Länder mit vergleichbaren Kapazitäten im Gesundheitswesen in dieser Hinsicht sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Schlechtere Ergebnisse sind häufig auf eine fragmentierte Versorgung, einen eingeschränkten Zugang und eine mangelnde Koordination zurückzuführen. Zu den Ländern mit den besten Ergebnissen zählen die Schweiz, die Niederlande, Luxemburg, Norwegen und Südkorea. Lettland, Litauen, Griechenland, Polen und Ungarn belegen hingegen die hinteren Plätze.
«The Value of Chronic Care» zeigt deutlich, dass es Möglichkeiten gibt, früher zu handeln, die Versorgung über den gesamten Behandlungsverlauf hinweg zu integrieren und die Verantwortung über Gesundheitssysteme hinaus auszuweiten. In vielen Märkten wird der Prävention nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und der Grossteil der Gesundheitsausgaben eher für die Behandlung als für die Gesundheitsförderung aufgewendet. Politische Entscheidungsträger, Arbeitgeber und Versicherer müssen alle ihren Beitrag dazu leisten, das Gewicht bei der Versorgung chronischer Erkrankungen mehr auf eine proaktivere Betreuung zu verlagern, die langfristige Verbesserungen der Gesundheit, der Produktivität und der finanziellen Belastbarkeit erzielt.
Wichtigste Erkenntnisse auf einen Blick
- Chronische Erkrankungen entwickeln sich zunehmend zu Langzeiterkrankungen
Während die Zahl der vorzeitigen Todesfälle sinkt, leben immer mehr Menschen länger mit chronischen Erkrankungen. Diese sind der Hauptgrund für den Verlust an gesunden Lebensjahren (in den OECD-Ländern sind beispielsweise Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen für jeweils 21% verantwortlich). Diese dauerhaften Erkrankungen wirken sich langfristig negativ auf die Gesundheit, die Arbeit und die Finanzen aus. - Ergebnisse hängen von der Qualität ab – nicht von den Ausgaben
Die Gesundheitssysteme einiger der untersuchten Länder verfügen zwar über vergleichbare Kapazitäten, doch aufgrund von Unterschieden hinsichtlich Wirksamkeit, Koordination und Zugang variieren die erzielten Ergebnisse stark. Für die Akutversorgung konzipierte Systeme bewältigen die Versorgung chronischer Erkrankungen nur mit Schwierigkeiten – selbst bei hohen Ausgaben. - Die Chance: frühzeitigere, integrierte und gemeinsame Versorgung
Bessere Ergebnisse lassen sich durch Prävention, eine koordinierte Versorgung sowie eine breitere Verantwortung erzielen, die das gesamte Gesundheitswesen sowie Arbeitgeber und Versicherer umfasst. Doch Prävention wird nach wie vor nicht ausreichend finanziert.
Über die Studie
Der Bericht «The Value of Chronic Care» basiert auf einer Analyse aller 38 OECD-Länder im Zeitraum von 2014 bis 2023, die mehr als 200 chronische Erkrankungen umfasste. Er schliesst als zweiter Teil von Zurichs Reihe «The Value of Health & Wellbeing» an die im Mai 2026 veröffentlichte Studie «The Value of Mental Health» an.
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Zurich Insurance Group (Zurich) ist ein führender globaler Mehrspartenversicherer, der vor mehr als 150 Jahren gegründet wurde. Das Unternehmen betreut heute über 82 Millionen Kunden in mehr als 200 Ländern und Gebieten und erzielt branchenführende Gesamtrenditen für seine Aktionäre.
Im Einklang mit dem Ziel «gemeinsam eine bessere Zukunft zu gestalten», bietet Zurich Präventionsdienstleistungen an, die über traditionelle Versicherungsprodukte hinausgehen, um Kunden dabei zu unterstützen, Resilienz aufzubauen. Seit 2020 unterstützt das Projekt «Zurich Forest» die Wiederaufforstung und Wiederherstellung der Biodiversität im Atlantischen Regenwald in Brasilien.
Die Gruppe hat ihren Hauptsitz in Zürich, Schweiz, und beschäftigt weltweit mehr als 65'000 Mitarbeitende. Zurich Insurance Group AG (ZURN), ist an der SIX Swiss Exchange kotiert und verfügt über ein Level I American Depositary Receipt Programm (ZURVY), das ausserbörslich an der OTCQX gehandelt wird. Weitere Informationen über Zurich sind verfügbar unter www.zurich.com.